Gefühlte 12 Grad Außentemperatur, sandiger Kunstrasen, kaum 11 Mann an Bord, Aushilfskeeper Eddy Lombardo zwischen den Pfosten und dazu Dauerregen: Fast optimale Voraussetzungen für einen langweiligen Pokalabend gegen Türk Yildiz Rheda, ebenfalls Kreisliga B, gleiche Gruppe und nächster Gruppengegner am Sonntag.
Aber nix da: Nach einer tatsächlich eher langatmigen ersten Halbzeit, in der es mit 0:0 und nur jeweils einer nennenswerten Torchance auf beiden Seiten in die Kabinen ging, nahm das Spiel in Hälfte 2 deutlich an Fahrt auf und bot den mitgereisten Fans unter ihren Regenschirmen ein packendes Spiel.
Den Anfang machten die Gastgeber: Nach einer Flanke durfte ein Rheda- Akteur freistehend vor Lombardo köpfen, nickte das Leder allerdings aus gerade einmal 1,72 Meter nur ans Außennetz. Und Druffel machte es besser. Tolle Flanke von Lukas Schulte-Döinghaus, genannt „LSD“ als Leihgabe der 2. Mannschaft, die Max Dick gekonnt in der Mitte annahm und eiskalt links unten zur Druffeler 1:0 Führung verwandelte.
Von nun an war Dampf in der Kiste: Druffel versuchte, durch das Mittelfeld zu kombinieren. Und Rheda wurde immer wieder durch schnelle Konter brandgefährlich. Zudem hitzte sich die Atmosphäre mit zunehmender Spieldauer immer weiter auf. Der Schiedsrichter hatte seine gelben Karten zu Hause vergessen, was gleich mehrere Akteure dazu veranlassen sollte, nachzutreten, grobe Fouls zu spielen und zu meckern, ohne dafür eine Bestrafung zu kassieren.
Spieler, Trainer, Fans und Auswechselbank beider Truppen schrien bis kurz vor Schluss in beinahe jede Situation hinein, teils auf mehr als unsportliche Weise, was die Gemüter weiter erhitzte.
Und Rheda durfte jubeln: 10 Minuten vor Schluss fiel durch einen Konter der 1:1 Ausgleich. Fast hätten die Gastgeber das Spiel in einer kurzweiligen Schlussphase direkt komplett gedreht. Sie bekamen nach einer mehr als fragwürdigen Schiedsrichterentscheidung einen Elfmeter zugesprochen, den der Schütze allerdings an das Lattenkreuz und von dort aus in Aus beförderte.
Aber auch Druffel hatte den Lucky Punch auf dem Fuß: Bernd Steinlage in Minute 92 alleine vor dem Keeper, doch die frisch gebügelten Adidas- Treter waren nicht richtig justiert, so dass auch dieser Ball an den Pfosten, statt ins Tor knallte.
Neue Regel: Keine Verlängerung, direkt Elfmeterschießen.
Doch das Glück sollte heute nicht auf Seiten der ganz in rot spielenden DSG sein:
„LSD“ zum 1:0
Rheda gleicht aus zum 1:1
Ich selber haue das Ding rechts neben den Pfosten, es bleibt beim 1:1
Rheda trifft, 1:2
Jonas Knaup trifft, 2:2
Rheda vergibt, weiter 2:2
Bernd Steinlage trifft, 3:2
Rheda trifft, 3:3
Fred Becker vergibt, 3:3
Rheda vergibt, 3:3
Tim Bäumker trifft, 4:3
Rheda trifft, 4:4
Christian Sandbothe trifft, 5:4
Rheda trifft, 5:5
Janis Feldmann vergibt, 5:5
Rheda trifft den entscheidenden Elfmeter, 6:5 und damit Einzug in die nächste Runde.
Bereits am Sonntag wartet das gleiche Spiel, allerdings an der Druffeler Oak Lane.
Anstoß ist um 15:00 Uhr.
Wir freuen uns auf ein ähnlich spannendes Spiel mit Sieger in Schwarz- Weiß.