Heiß her ging es am gestrigen Sonntagnachmittag an der Druffeler Oak Lane beim Meisterschaftsspiel SG Druffel 1. Mannschaft gegen Türk Yildiz Rheda.
Das Ganze startete eigentlich ganz harmlos. Ein herzliches Hallo zur Begrüßung und relativ schnell auch das 1:0 für Türk Yildiz nach einer etwas lässigen Verteidigung der SG Druffel.
Druffel drückte im Anschluss auf den Ausgleich, kam aber bis auf zweier Möglichkeiten nach Standardsituationen eher nicht gefährlich vor das Gäste- Tor. Rheda dagegen versuchte es mit Fernschüssen, die von Aushilfs- Keeper Marius Hesse im DSG Tor gut pariert wurden, so dass man mit dem knappen 0:1 Rückstand aus DSG Sicht in die Pause ging.
In Hälfte 2 dann sollte das Spiel deutlich an Fahrt aufnehmen: Sowohl aus sportlicher, als auch aus unsportlicher Sicht. Türk Yildiz wusste sich dem Druffeler Spiel häufig nur mit groben Fouls und Gemecker über den Schiedsrichter zu helfen und sammelte dafür eine gelbe Karte nach der Anderen. Sowohl Spieler, als auch Trainer und Fans am Rand kommentierten mit zunehmender Spieldauer jede einzelne Aktion und jede Schiedsrichterentscheidung. Mitte der 2. Halbzeit hatte der Schiri dann keine Möglichkeit, als einen Rheda- Verteidiger nach 3-facher Verwarnung mit gelb-rot vom Platz zu schicken.
Neuzugang Marian Christea schnappte sich die Kugel 17 Meter vor dem Tor zum Freistoß, visierte den linken Pfosten an und knappte sie zum 1:1 Ausgleich ins Eck. Und jetzt war Dampf in der Partie. Nur 4 Minuten später Flanke Jens Himmeldirk aus dem rechten Halbfeld, erneut Christea in der Mitte, der per Kopfball den 2:1 Führungstreffer markierte, seinen Schuh in die Luft feuerte und sich mit der Truppe feiern durfte.
Doch auch die Gäste hatten noch ein kleines Wörtchen mitzureden. Ballverlust DSG in der Vorwärtsbewegung, Rheda schaltete blitzschnell um und erzielte in Unterzahl das 2:2.
Und immer noch waren 15 Minuten auf der Stadionuhr. Einer, der heute etwas gegen einen Punktverlust haben sollte, war Sportskamerad Christea. Er setzte sich im Strafraum gegen 3 Gegenspieler durch und konnte nur durch ein Foul (die Gäste Fans sahen es wie zu erwarten ganz anders) vom Ball getrennt werden. Den folgenden Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher im linken Eck zum 1. Hattrick im DSG- Dress und damit zur 3:2 Führung.
Kurz vor Schluss dann noch eine unschöne Szene im DSG Strafraum. Hinter dem Rücken des Schiedsrichters wurde von einem Gäste Akteur der Ellbogen gegen Mario Aschhoff ausgefahren, Aschhoff schubste daraufhin seinen Gegenspieler von sich weg, welcher mehr als theatralisch zu Boden ging.
Sofort entwickelte sich ein großer Pulk um Aschhoff, während sich auch 2-3 Fans gehobeneren Alters von der Türk Yildiz Tribüne gezwungen sahen, an der Rudelbildung teilzunehmen und vor allem den Schiedsrichter anzugehen.
Dieser blieb allerdings zumindest äußerlich ruhig und verwarnte die Streithähne mit gelben Karten.
Nach 5 Minuten Nachspielzeit durfte Druffel den mittlerweile 3. Sieg in der noch jungen Spielzeit feiern. Doch die Rhedaraner Spieler, Trainer und Fans hatten noch großen Bedarf, mit dem Schiedsrichter über die vergangenen 95 Minuten zu diskutieren und belagerten diesen auf dem Weg in die Kabine. Der Schiedsrichter verließ die Kabine schließlich erst ca. 45 Minuten nach Abpfiff und machte sich auf den Weg nach Hause.
Eine schlechte Nachricht ereilte uns allerdings noch aus dem Krankenhaus: Abwehrspieler Janis Feldmann hatte sich in der 1. Hälfte im Zweikampf das Knie verdreht und wird nach Mark Juretko letzte Woche voraussichtlich ebenfalls länger ausfallen. Eine genaue Diagnose steht noch aus.
Davon abgesehen eine sportlich tolle Erfolgs- Geschichte aktuell: 10 Punkte aus 5 Spielen trotz vieler Verletzungen und Ausfälle von Stammspielern sind deutlich mehr, als vor der Saison zu erwarten gewesen wären.
Trotzdem bleiben wir auf dem Boden der Kreisliga Tatsachen, spätestens kommende Woche erwartet uns mit Aramäer Gütersloh II eine starke Truppe, die bislang erst ein Spiel verloren hat.